Die Sperre gegen parallele Laeufe schuetzt gegen Ueberholen, nicht gegen einen Lauf, der gar nicht zurueckkommt. Haengt ein Browser oder steht eine Verbindung, laeuft das finally nie - pipelineRunning bleibt true und der Scanner sucht bis zum naechsten Neustart des Dienstes nicht mehr. Das ist schlimmer als die Ueberlappung, gegen die die Sperre da ist. Jetzt merkt sich die Pipeline den Startzeitpunkt. Steht die Sperre laenger als eine Stunde, gibt der naechste Aufruf sie frei und startet neu. Dokumentiert in docs/03-scanner.md, mit den Messwerten des Vorfalls vom 26.08.2026 in der alten App: fuenf Pipeline-Starts in 16 Minuten, 31 chrome-headless-shell-Prozesse, 1,62 GB RSS, Load Average 126 auf 4 Kernen, Swap zu 100 Prozent gefuellt. Die alte App hatte die Sperre nicht; der Guard dort ist mit diesem Commit nachgezogen worden. Zur Abgrenzung festgehalten: die Chromium-Prozesse waren kein Leck. Alle Scraper schliessen ihren Browser in einem finally. Es waren fuenf gleichzeitige Laeufe mal mehrere Boersen. Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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03 Projekt Scanner
Der Scanner durchsucht Projektbörsen nach Aufträgen und bewertet jeden Fund mit OpenAI gegen die Lebensläufe der Berater. Er ist eine vollständige Portierung der eigenständigen App und läuft parallel zu ihr.
Ein Suchlauf
sequenceDiagram
participant C as node-cron<br/>jede Minute
participant P as Pipeline
participant PW as Playwright
participant B as Projektboersen
participant DB as perinco_scanner
participant AI as OpenAI gpt-4o-mini
participant M as SMTP
C->>P: fällig? (Intervall, Mo-Fr, 07-22 Uhr, Sperrfrist)
P->>P: läuft schon einer? dann abbrechen
P->>DB: aktive Agenten laden
P->>P: Keywords aller Agenten zusammenfuehren
P->>DB: Portal-Sessions laden
loop je Portal
P->>PW: Chromium starten, Cookies setzen
PW->>B: Suchseite je Keyword
B-->>PW: Projektkarten
PW-->>P: Projekte (Titel, Beschreibung, Ort, Rate, URL)
end
loop je Projekt x Agent
P->>DB: Treffer schon vorhanden? dann weiter
P->>P: Ausschlussbegriff im Text? dann weiter
P->>AI: Lebenslauf vs. Projektbeschreibung
AI-->>P: { matchPercentage, pros[], cons[] }
P->>DB: Treffer speichern
alt Prozent >= Benachrichtigungs-Schwelle
P->>M: E-Mail an Agent oder Standardempfaenger
end
end
Zwei Sparmassnahmen stecken bewusst vor dem OpenAI-Aufruf: der vorhandene
Treffer (Unique-Key agent_id, project_id) und die Ausschlussbegriffe. Ein
Projekt, das „Arbeitnehmerüberlassung" enthält, kostet damit keinen Cent.
Wann läuft er
flowchart TD
T["Cron-Tick, jede Minute"] --> A{"scanning_active?"}
A -->|nein| STOP1["nichts tun"]
A -->|ja| B{"Intervall geändert?"}
B -->|ja| RE["neu planen"]
B -->|nein| C{"Sperrfrist<br/>nur beim allerersten Start"}
C -->|noch aktiv| STOP2["nichts tun"]
C -->|abgelaufen| D{"Mo-Fr?"}
D -->|nein| STOP3["nichts tun"]
D -->|ja| E{"07:00-21:59?"}
E -->|nein| STOP4["nichts tun"]
E -->|ja| S["last_scan_at aus der DB lesen<br/>(fängt manuelle Läufe mit ein)"]
S --> F{"Intervall seit<br/>letztem Lauf um?"}
F -->|nein| STOP5["nichts tun"]
F -->|ja| G["Pipeline starten"]
G --> W["last_scan_at = Beginn des Laufs"]
Geschrieben wird der Beginn des Laufs, nicht sein Ende. Das Intervall ist ein Takt: mit dem Endzeitpunkt kam die Laufzeit von drei bis vier Minuten jedes Mal obendrauf, aus 15 Minuten wurden 19 - rund ein Fuenftel weniger Durchgaenge pro Tag, und die Trefferliste der Boersen zeigt nur die neuesten Projekte.
Die Sperrfrist ist die Antwort auf ein konkretes Problem: beide Instanzen benutzen dieselben Portal-Cookies. Beim ersten Start ziehen sonst beide gleichzeitig los, was Rate-Limits und CAPTCHAs provoziert - und zwei Chromium gleichzeitig belasten den Speicher doppelt.
Der Zeitpunkt des letzten Laufs steht in settings.last_scan_at. Das ist kein
Luxus, sondern nach zwei beobachteten Fehlern nötig:
Erster Fehler: Der Versatz war über einen vorgealterten
lastRunTimegebaut. Ein Zeitstempel kann einen Lauf aber nur vorziehen, nie verzögern - bei Intervall 15 und Versatz 30 lief er sofort. Seither eine eigene Frist (notBefore).Zweiter Fehler: Diese Frist begann bei jedem Neustart von vorn. Zwei Deployments im Abstand von zehn Minuten haben den fälligen Lauf zweimal um eine halbe Stunde verschoben - er fand nie statt. Wer öfter als alle 30 Minuten deployt, hätte einen Scanner, der nie automatisch sucht. Deshalb liegt der Zeitpunkt jetzt in der Datenbank, und der Versatz greift nur, solange dort noch nichts steht.
Der gespeicherte Zeitpunkt wird auch im Tick gelesen: ein manueller Scan aus der Oberfläche schreibt ihn, weiß aber nichts von der Variablen im Scheduler. Ohne den Abgleich könnte der Scheduler direkt hinter einem manuellen Lauf noch einmal losziehen.
Ein Lauf zur Zeit
Zwei Aufrufer können die Pipeline starten: der Cron-Tick und der Knopf "Jetzt
scannen" (POST /api/scanner/scan). Keiner von beiden weiß vom anderen, und der
Tick prüft nur die verstrichene Zeit - nicht, ob der vorige Lauf noch arbeitet.
Ein voller Lauf dauert länger als das Intervall (43 Suchbegriffe über mehrere
Börsen), also überholen sich die Läufe und stapeln sich auf.
Deshalb hält pipeline.js ein Modul-Flag. Beide Aufrufer teilen es, weil beide
dasselbe Modul importieren:
let pipelineRunning = false;
let pipelineStartedAtMs = null;
const PIPELINE_MAX_RUNTIME_MS = 60 * 60 * 1000;
export const runMatchingPipeline = async () => {
if (pipelineRunning) { /* ... überspringen ... */ }
pipelineRunning = true;
pipelineStartedAtMs = Date.now();
try {
return await executePipeline();
} finally {
pipelineRunning = false; // zwingend im finally
pipelineStartedAtMs = null;
}
};
Das finally ist der wichtigste Teil. Würde das Flag am Ende des try-Blocks
zurückgesetzt, bliebe es nach einer Ausnahme für immer true - der Scanner
würde bis zum nächsten Neustart des Dienstes nie wieder suchen. Das wäre
schlimmer als die Überlappung, gegen die die Sperre da ist.
Die Route fragt zusätzlich isPipelineRunning() ab und antwortet mit 409,
statt einen Start zu melden, den die Sperre gleich darauf verwirft.
Warum das nötig ist - der Vorfall vom 26.08.2026. Die alte App (
scanner.perinco.de) hatte diese Sperre nicht. Gemessen an diesem Tag: fünf Pipeline-Starts in 16 Minuten, zwei davon zehn Sekunden auseinander. Jeder Lauf startet eigene Chromium-Instanzen, jede mit rund fünf Unterprozessen - in Summe 31chrome-headless-shell-Prozesse und 1,62 GB RSS im Dienst, nach 2 Monaten 23 Tagen ohne Neustart. Auf einer Box mit 4 Kernen und 7,7 GiB RAM ergab das Load Average 126, 168 MB freien Speicher und einen zu 100 % gefüllten Swap. Die Maschine war im Thrashing und nahe am OOM-Killer; selbstsystemctlund SSH brauchten Minuten. Ein Neustart brachte Load 0,87 und 277 MB RSS zurück.Wichtig für die Fehlersuche: die Chromium-Prozesse waren kein Leck. Alle Scraper schließen ihren Browser in einem
finally. Die 31 Prozesse waren schlicht fünf gleichzeitige Läufe mal mehrere Börsen - die Sperre allein behebt das.
Die Sperre schützt gegen Überholen, nicht gegen einen Lauf, der gar nicht
zurückkommt. Hängt ein Browser oder steht eine Verbindung, läuft das finally
nie. Dagegen das Notventil PIPELINE_MAX_RUNTIME_MS: läuft die Sperre
länger als eine Stunde, gibt der nächste Aufruf sie frei und startet neu. So
erholt sich der Scanner selbst, statt auf ein Deployment zu warten.
Parallelbetrieb - alles verdoppelt
flowchart LR
subgraph alt["alte App (scanner.perinco.de)"]
A1["Express :5005"] --> A2[("project_scanner")]
A1 --> A3["uploads/ in<br/>/var/www/Projekt Scanner/backend"]
A4["ENCRYPTION_KEY"] --- A1
end
subgraph neu["CRM (pcrm.perinco.de)"]
N1["Express :5006<br/>/api/scanner"] --> N2[("perinco_scanner")]
N1 --> N3["uploads/ in<br/>/var/www/perinco_CRM/server"]
N4["SCANNER_ENCRYPTION_KEY"] --- N1
end
B["Projektbörsen"]
O["OpenAI"]
A1 --> B
N1 --> B
A1 --> O
N1 --> O
IMP["npm run scanner:import"] -.->|"liest"| A2
IMP -.->|"schreibt"| N2
IMP -.->|"kopiert"| N3
| alte App | CRM | |
|---|---|---|
| Datenbank | project_scanner |
perinco_scanner |
| Schlüssel | ENCRYPTION_KEY |
SCANNER_ENCRYPTION_KEY |
| CV-Dateien | eigener Ordner | eigener Ordner |
| Aufräumen | 03:00 | 03:30 |
| Anmeldung | HTTP Basic | CRM-Sitzung (JWT) |
Der Preis: Beide bewerten dieselben Projekte unabhängig voneinander, die OpenAI-Kosten fallen also doppelt an. Wer das senken will, stellt im CRM ein größeres Suchintervall ein - die Einstellung gilt nur für diese Instanz.
Übernahme aus der alten Datenbank
server/src/scanner/importLegacy.js, aufrufbar als npm run scanner:import:
flowchart TD
S["Start"] --> C{"Zieltabelle agents leer?"}
C -->|nein, ohne --force| AB["Abbruch"]
C -->|ja oder --force| E["Einstellungen kopieren<br/>inkl. OpenAI-Key"]
E --> P["Portale über den Namen zuordnen:<br/>Benutzername, Session-Cookies, Status"]
P --> PW{"LEGACY_ENCRYPTION_KEY gesetzt?"}
PW -->|ja| PW2["Passwort entschlüsseln<br/>und neu verschlüsseln"]
PW -->|nein| PW3["Passwort auslassen"]
PW2 --> A["Agenten anlegen, Ids behalten<br/>CV-PDF kopieren"]
PW3 --> A
A --> M{"--with-matches?"}
M -->|ja| M2["Projekte und Treffer<br/>mit Original-Ids"]
M -->|nein| F["fertig"]
M2 --> F
Die Ids bleiben erhalten, damit übernommene Treffer weiter auf die richtigen Agenten und Projekte zeigen. Deshalb bricht das Skript bei bereits vorhandenen Agenten ab.
Beim Rollout am 06.08.2026 festgestellt: Die Portal-Passwörter der alten Datenbank lassen sich mit dem dortigen
ENCRYPTION_KEYnicht mehr entschlüsseln - der Schlüssel wurde nach dem Speichern getauscht. Die alte App kann sie damit ebenso wenig lesen, es ging also nichts verloren. Die Session-Cookies liegen im Klartext und wurden übernommen; damit scrapt die neue Instanz sofort.
Oberfläche
| Reiter | Datei | Inhalt |
|---|---|---|
| Dashboard | ScannerDashboard.tsx |
Kennzahlen, Filter, Trefferliste, Jetzt scannen, Ton bei neuen Treffern |
| Unpassend | ScannerRejected.tsx |
Treffer mit Status rejected |
| Suchagenten | ScannerAgents.tsx |
Beraterprofile, CV-Upload |
| Börsen-Konten | ScannerPortals.tsx |
Verbindungsstatus, Zugangsdaten, Cookie-Import |
| Einstellungen | settings/ScannerSettings.tsx |
Intervall, Schwellenwerte, OpenAI, Ton, E-Mail |
Wichtig zum Ton: Er hängt an der Dashboard-Komponente. Wer auf einen anderen Menüpunkt wechselt, hört nichts - die Komponente wird ausgebaut und die 30-Sekunden-Abfrage endet. In einem anderen Browsertab bleibt der Ton dagegen aktiv, nur langsamer (Chrome bremst Timer versteckter Tabs auf etwa einmal pro Minute) und nur, wenn zuvor irgendwo auf der Seite geklickt wurde (Autoplay-Regel). Browserunabhängig meldet nur die E-Mail.
Endpunkte
Alle unter /api/scanner, alle hinter requireAuth:
| Methode | Pfad | Zweck |
|---|---|---|
| GET | /agents |
Liste ohne cvText (Nutzlast) |
| POST/PUT | /agents[/:id] |
anlegen/ändern, multipart mit CV |
| DELETE | /agents/:id |
Agent samt CV-Datei |
| GET | /agents/:id/cv |
PDF als Stream |
| GET | /portals |
Status ohne Geheimnisse |
| POST | /portals/credentials |
Zugangsdaten, AES-verschlüsselt |
| POST | /portals/sync-session |
Cookie-Import, normalisiert für Playwright |
| POST | /portals/test-connection/:id |
Mini-Scrape bzw. Session-Prüfung |
| GET | /matches |
Filter: status, agentId, minPercentage, limit |
| PUT/DELETE | /matches/:id |
Status setzen, löschen |
| GET/POST | /settings |
Geheimnisse maskiert |
| POST | /scan |
Lauf starten, 409 wenn schon einer läuft |
| GET | /status |
läuft ein Lauf, Scheduler an, Datenbankname |