- Selbst konvertiert (w8a8_g128, ctx 16384, RTX 3090 ~35 min, Kit wiederverwendet) - A/B vs Gemma: 3/3 Prompts besser; 21.8k-Whole-Pass fehlerfrei gewichtet, wo Gemma englisch abdriftete bzw. nur das Ende zusammenfasste - rkllm_server.cpp: ChatML-Template; llm.js: WHOLE_MAX_CHARS 32000, READY-Timeout 60s->180s (Qwen3 laedt ~96s) - E2E validiert: #70 Whole-Pass 15.4 min, #68 Kurzclip sauber - Rollback: .bak-gemmatmpl + Drop-in auf gemma3-Modell Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com> Claude-Session: https://claude.ai/code/session_0113vDKdSNtD3Dwcw4QMu9yV
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05 — LLM-Analyse (Qwen3-4B auf der NPU)
Modell
| Modell | Qwen3-4B-Instruct-2507 (non-thinking), qwen3-4b-w8a8g128-16k.rkllm (5,3 GB), seit 2026-07-16 |
| Runtime | rkllm 1.3.0; Chat-Template = ChatML (<|im_start|>user / <|im_end|><|im_start|>assistant) in rkllm_server.cpp |
| Quantisierung | grouped w8a8 (g128) — gleiche Wahl wie bei Gemma (plain w8a8 riskant, w4a16 auf RK3588 nicht unterstützt) |
| Kontext | 16k konvertiert, Runtime 12288 → Whole-Pass bis 32 000 Zeichen (WHOLE_MAX_CHARS) — Qwen3 schafft die Synthese, an der Gemma ab ~6k Token scheiterte |
| Tempo | Laden ~96 s (READY-Timeout deshalb 180 s!), 22k-Zeichen-Whole-Pass ~12-15 min, Kurzclip-Analyse ~7 min (gedrosselt) |
| Historie | Qwen2.5-3B (4096 ctx, Feld-Echos) → Gemma-3-4B-it (gut ≤ 20k, Synthese-blind) → Qwen3-4B (A/B 2026-07-16: 3/3 Prompts besser, Whole-Pass 21,8k fehlerfrei gewichtet). Rollback: rkllm_server{,.cpp}.bak-gemmatmpl + Drop-in auf gemma3-Modell zurückstellen. gemma3n-E4B zu groß (10,4 GB). |
Hart: niemals Online-LLM — alles lokal auf der NPU.
Pfadwahl nach Transkriptlänge
flowchart TB
T["Transkript"] --> A{"≤ 4 800 Zeichen?"}
A -- ja --> SINGLE["analyzeSingle:<br/>EIN Call = bereinigter Dialog + JSON-Analyse<br/>(Fallback: separater JSON-Call bei Echo/Parse-Fehler)"]
A -- nein --> B{"≤ 32 000 Zeichen?"}
B -- ja --> WHOLE["analyzeWhole:<br/>GANZES Gespräch in einem Analyse-Call<br/>(kohärente Summary, kleine JSON-Ausgabe)<br/>Instruktion VOR und NACH dem Transkript"]
WHOLE --> WCHECK{"JSON parsebar +<br/>Zusammenfassung ≥ 20 Zeichen?"}
WCHECK -- "JSON kaputt" --> REPAIR["Repair-Call: NUR der kaputte<br/>Output (klein) → gültiges JSON"]
REPAIR --> WCHECK
WCHECK -- "weiterhin leer/Junk" --> LONG
WCHECK -- ja --> OUT
B -- nein --> LONG["analyzeLong (Sektions-Konglomerat):<br/>Chunks à 4 200 Zeichen<br/>(bei 8k wird der Inhalt generisch/namenlos,<br/>bei 4k bleibt Gemma geerdet)"]
LONG --> MAP["MAP pro Chunk, sequenziell mit ROLLING CONTEXT<br/>(1-Satz-Kurzfassungen der vorherigen Abschnitte →<br/>Änderungen erkennbar: 'jetzt X, vorher Y'):<br/>Mini-JSON zusammenfassung + eigennamen[]<br/>(reine Namens-EXTRAKTION) + teilnehmer + todos<br/>bewusst minimaler Prompt"]
MAP --> SALV{"JSON parsebar +<br/>kein Feldbeschreibungs-Echo?"}
SALV -- nein --> RETRY["bis 3 Versuche, Prompt VARIIERT<br/>(2.: ohne Kontext, 3.: ohne Hint —<br/>manche Inhalte echoen sonst JEDES Mal)<br/>dann Feld-Salvage per Regex<br/>(zusammenfassung-String überlebt fast immer),<br/>zuletzt Prosa-Rettung (≥ 60 Zeichen, sonst verwerfen)"]
RETRY --> COLLECT
SALV -- ja --> COLLECT["Sektionen einsammeln"]
COLLECT --> TITLE["TITEL-Mikro-Call: 2-Satz-Kurzfassungen<br/>OHNE letzten Abschnitt (Schluss-Smalltalk-Filter)<br/>→ nur {titel} — kleines Input/Output = zuverlässig"]
TITLE --> ASSEMBLE["KONGLOMERAT baut CODE (kein LLM-Reduce mehr):<br/>'Gesprächsverlauf in n Teilen — genannte Namen: …'<br/>+ 'Teil i/n: Summary (Namen: …)' chronologisch<br/>→ deterministisch, keine Fehlgewichtung möglich"]
ASSEMBLE --> OUT["Ergebnis"]
SINGLE --> OUT
Warum kein LLM-Reduce mehr (Prompt-Lab 2026-07-16)
Der alte Reduce (Teil-Summaries → LLM baut EINE Gesamt-Summary) war die Fehlgewichtungs-Quelle. Im
Prompt-Lab auf #70 (temporärer /api/debug/ask-Endpoint, ~15 Varianten) scheiterte JEDE Synthese-Form
reproduzierbar: Gewichtungsregeln ignoriert (Auto-Smalltalk blieb im Titel), Namen durch Rollen ersetzt
(„Personalwesen"), Themen-Tabellen mit 4× demselben Eintrag, Repetitionsschleifen. Abschnittsübergreifende
Synthese liegt jenseits von Gemma-3-4B — Verstehen einzelner 4k-Abschnitte dagegen funktioniert gut
(Com4Tec, René, Tobi+Niklas, 20 Bewerbungen alle korrekt extrahiert). Also: LLM versteht, Code führt zusammen.
Whole-Pass-Grenze = Modellfrage (Gemma-Geschichte, gelöst durch Qwen3)
Mit Qwen3-4B liegt die Grenze bei 32 000 Zeichen (Kontext-Budget: 12288 − 1536 ≈ 10 752 Token) — der 21,8k-Whole-Pass von #70 kam in EINEM Call korrekt gewichtet zurück (Auto-Smalltalk raus, Namen drin). Zur Geschichte: mit Gemma-3-4B war die Grenze 20 000 Zeichen und zwar als MODELL-Grenze — Aufnahme #70 (26 min, 22,6k Zeichen ≈ 6 900 Token) scheiterte REPRODUZIERBAR an Gemma selbst (vier Iterationen, alle Fehlbilder real beobachtet):
- Instruktion nur oben → Modell „vergisst" die Aufgabe, antwortet mit englischem Geplauder
über das Gespräch („Okay! That was a fascinating conversation…"). Fix: Instruktion nach dem
Transkript wiederholen (ohne
{"titel": ...}-Skelett — die...-Platzhalter wurden sonst wörtlich kopiert!). - Recency-Bias: Titel/Summary beschreiben den SCHLUSS des Gesprächs (Auto-Smalltalk der letzten 3 min) statt der Hauptthemen — mehr Kontextfenster liest nicht gleichmäßiger.
- „themen"-Inventar-Feld als Gegenmittel → Repetitionsschleife mit zerfallendem JSON (typografische Anführungszeichen, doppelte Keys, 16-min-Generierung bis Token-Cap).
Konsequenz: > 20k Zeichen geht IMMER über Map-Reduce; dessen Reduce gewichtet stattdessen nach
Abschnitts-Anteil. WHOLE_MAX_CHARS nicht erhöhen ohne Inhalts-Revalidierung.
Strukturierte Zusammenfassung (seit 2026-07-15)
Das LLM liefert getrennte Felder; composeSummary() baut daraus den Summary-Text:
<Überblick, 2–4 Sätze>
Kernpunkte:
• <Punkt>
• <Punkt>
Entscheidungen:
• <Entscheidung>
GUI rendert mit white-space: pre-line (style.css) → Bullets und Absätze sichtbar. Todos bleiben eigenes
Feld/eigene Liste. Teilnehmer kommen NICHT vom LLM, sondern aus der Diarization (Kap. 04) — das LLM
hatte alle im Gespräch erwähnten Namen als Teilnehmer gelistet (11 statt 3 bei Aufnahme #69).
Robustheit gegen Gemma-Marotten (alle real aufgetreten)
| Marotte | Gegenmaßnahme |
|---|---|
| Antwortet Prosa statt JSON bei großen Inputs | kleine Chunks (8 000), minimaler Chunk-Prompt, Reduce-Input gekappt + Retry, Prosa-Salvage |
| Kaputtes JSON leakt in die Summary | {...}-Blobs werden vor Salvage entfernt |
Todos als Objekte ({"aufgabe": …}) statt Strings |
cleanList() flacht Objekt-Werte zu Strings ab |
"null" / "[object Object]" / lose ? in Listen |
cleanList() filtert/trimmt |
| Echot Feldbeschreibungen statt Inhalt | echoed()-Guard → separater JSON-Call |
| Echot konkrete Beispiele aus dem Prompt (Phantom-Todos, „Kompressor“-Summary) | Korrektur-Regeln bewusst OHNE konkrete Beispiele (CORRECTION_HINT abstrakt) |
| Erfindet Fantasie-Komposita („Audio-Dualeintragung“) | NO_INVENT-Regel in allen Summary-Prompts |
| Chunk-Parse-Fehler variieren pro Lauf (Sampling-Münzwurf: 3/3 ok, nächster Lauf 1/3) | 1 Retry pro Chunk (P(fail) → P(fail²)), danach Salvage; bei schwachem Ergebnis „Analyse neu“ |
| Typografische Anführungszeichen (“”„) als JSON-Delimiter, trailing commas | extractJson()-Sanitizer: erst strikt parsen, bei Fehler Quotes/Kommas reparieren und nochmal |
| Whole-Pass > ~6k Token: englisches Geplauber, Recency-Bias, JSON-Zerfall | WHOLE_MAX_CHARS 20 000 hart; End-Instruktion; Repair-Call; Sanity-Check (Zusammenfassung ≥ 20 Zeichen) → sonst Chunk-Fallback |
Kopiert ...-Platzhalter aus Schema-Beispielen wörtlich |
End-Instruktion nennt nur Feldnamen, nie ein Skelett mit Platzhaltern |
| 8k-Chunk: Inhalt wird generisches namenloses Blabla (JSON trotzdem valide!) | Chunks à 4 200 Zeichen — dort bleibt der Inhalt geerdet mit echten Eigennamen |
| Echot Feldbeschreibung INHALTS-abhängig bei JEDEM Versuch (Auto-Abschnitt #70, 2× identisch) | Echo-Guard + bis 3 Versuche mit VARIIERTEM Prompt (ohne Kontext / ohne Hint) |
eigennamen-Array degeneriert (Punkte-Loops, Junk-Tails), String-Felder intakt |
Feld-Salvage per Regex holt zusammenfassung + Namen einzeln raus |
| Cross-Section-Synthese: Regeln ignoriert, Namen→Rollen, Themen-Dubletten | LLM-Reduce ABGESCHAFFT — Konglomerat baut deterministischer Code |
Eigennamen-Glossar (Whisper hört z. B. „Aime“ als „Amy“)
flowchart LR
G[("glossary-Tabelle<br/>GUI-Tab 'Glossar', /api/glossary")] --> Q{"Eintrag hat<br/>Soundalikes?"}
Q -- ja --> DET["DETERMINISTISCH: Ganzwort-Ersetzung<br/>direkt auf rec.words VOR der Analyse<br/>(applyGlossaryText / glossaryMap)"]
Q -- nein --> HINT["nur als Hinweis in den LLM-Prompt<br/>(glossaryHint)"]
DET --> LLM2["LLM sieht schon den korrekten Begriff"]
LLM2 --> BELT["Gürtel+Hosenträger: Ersetzung nochmal<br/>auf Titel/Summary/Todos des LLM-Outputs"]
Wichtig: Begriffslisten niemals als Whisper---initial-prompt (Echo-Loop, verifiziert) und dem 3–4B-Modell
keine „ersetze X durch Y“-Anweisung anvertrauen (unzuverlässig) — deshalb die deterministische Text-Ersetzung.
Zusammenspiel mit Whisper auf der NPU
rkllm (LLM) und Whisper-NPU-Encoder können nicht gleichzeitig resident sein (RAM-Contention, äußerte sich
als rc=-6). Kurzclips (≤ 30 s) nutzen deshalb den CPU-Whisper-Daemon ohne rkllm-Swap; lange Aufnahmen
swappen seriell unter dem NPU-Lock.
Thermik: analyzeRecording() läuft seit 2026-07-16 unter dem A76-Takt-Cap (.bak-anacap) — rkllm
zieht neben der NPU ~1,7 CPU-Kerne, eine lange ungedeckelte Gemma-Generierung erreichte 95–97 °C
(lüfterlos, Schutzabschaltungs-Risiko). Gleicher Cap wie transcribeWav/rediarize (Kap. 03).