Files
perinco-CRM/docs/03-scanner.md
T
Sascha WolfandClaude Opus 5 3c9d83161e chore(scanner): alte Scanner-App zurueckgebaut
Die eigenstaendige Vorgaenger-App unter scanner.perinco.de ist auf dem Server
entfernt: Unit project-scanner-backend (Port 5005), beide Apache-Vhosts, das
Let's-Encrypt-Zertifikat samt Renewal-Config, /var/www/Projekt Scanner (486 MB)
und die Datenbank project_scanner (Dump unter /root/backups). Damit entfallen
die LEGACY_*-Variablen und das Importskript, dessen Quelle es nicht mehr gibt.

/root/.cache/ms-playwright bleibt bewusst stehen: der Cache stammt aus der
Installation der alten App, liegt aber ausserhalb beider Verzeichnisse und wird
vom CRM-Scanner benutzt - playwright ist auf 1.60.0 gepinnt, damit es genau
dieser Build (chromium-1223) bleibt. Der Hinweis steht jetzt in README und
docs/06-betrieb.md, damit ihn beim naechsten Aufraeumen niemand mitnimmt.

SCANNER_SCHEDULER_OFFSET geht auf 0: der Versatz sollte verhindern, dass beide
Instanzen mit denselben Portal-Cookies gleichzeitig losziehen. Ohne zweite
Instanz hat er keinen Zweck mehr, die Mechanik bleibt fuer kuenftige Erststarts
im Code.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-09 17:45:42 +02:00

11 KiB

03 Projekt Scanner

Der Scanner durchsucht Projektbörsen nach Aufträgen und bewertet jeden Fund mit OpenAI gegen die Lebensläufe der Berater. Er ist eine vollständige Portierung der eigenständigen App, die er seit dem 09.09.2026 ersetzt (Rückbau).

Ein Suchlauf

sequenceDiagram
    participant C as node-cron<br/>jede Minute
    participant P as Pipeline
    participant PW as Playwright
    participant B as Projektboersen
    participant DB as perinco_scanner
    participant AI as OpenAI gpt-4o-mini
    participant M as SMTP

    C->>P: fällig? (Intervall, Mo-Fr, 07-22 Uhr, Sperrfrist)
    P->>P: läuft schon einer? dann abbrechen
    P->>DB: aktive Agenten laden
    P->>P: Keywords aller Agenten zusammenfuehren
    P->>DB: Portal-Sessions laden

    loop je Portal
        P->>PW: Chromium starten, Cookies setzen
        PW->>B: Suchseite je Keyword
        B-->>PW: Projektkarten
        PW-->>P: Projekte (Titel, Beschreibung, Ort, Rate, URL)
    end

    loop je Projekt x Agent
        P->>DB: Treffer schon vorhanden? dann weiter
        P->>P: Ausschlussbegriff im Text? dann weiter
        P->>AI: Lebenslauf vs. Projektbeschreibung
        AI-->>P: { matchPercentage, pros[], cons[] }
        P->>DB: Treffer speichern
        alt Prozent >= Benachrichtigungs-Schwelle
            P->>M: E-Mail an Agent oder Standardempfaenger
        end
    end

Zwei Sparmassnahmen stecken bewusst vor dem OpenAI-Aufruf: der vorhandene Treffer (Unique-Key agent_id, project_id) und die Ausschlussbegriffe. Ein Projekt, das „Arbeitnehmerüberlassung" enthält, kostet damit keinen Cent.

Wann läuft er

flowchart TD
    T["Cron-Tick, jede Minute"] --> A{"scanning_active?"}
    A -->|nein| STOP1["nichts tun"]
    A -->|ja| B{"Intervall geändert?"}
    B -->|ja| RE["neu planen"]
    B -->|nein| C{"Sperrfrist<br/>nur beim allerersten Start"}
    C -->|noch aktiv| STOP2["nichts tun"]
    C -->|abgelaufen| D{"Mo-Fr?"}
    D -->|nein| STOP3["nichts tun"]
    D -->|ja| E{"07:00-21:59?"}
    E -->|nein| STOP4["nichts tun"]
    E -->|ja| S["last_scan_at aus der DB lesen<br/>(fängt manuelle Läufe mit ein)"]
    S --> F{"Intervall seit<br/>letztem Lauf um?"}
    F -->|nein| STOP5["nichts tun"]
    F -->|ja| G["Pipeline starten"]
    G --> W["last_scan_at = Beginn des Laufs"]

Geschrieben wird der Beginn des Laufs, nicht sein Ende. Das Intervall ist ein Takt: mit dem Endzeitpunkt kam die Laufzeit von drei bis vier Minuten jedes Mal obendrauf, aus 15 Minuten wurden 19 - rund ein Fuenftel weniger Durchgaenge pro Tag, und die Trefferliste der Boersen zeigt nur die neuesten Projekte.

Die Sperrfrist war die Antwort auf ein konkretes Problem des Parallelbetriebs: beide Instanzen benutzten dieselben Portal-Cookies. Beim ersten Start zogen sonst beide gleichzeitig los, was Rate-Limits und CAPTCHAs provozierte - und zwei Chromium gleichzeitig belasten den Speicher doppelt. Seit dem Rückbau der alten App steht SCANNER_SCHEDULER_OFFSET auf 0; die Mechanik bleibt im Code, weil sie bei jedem Erststart einer weiteren Instanz wieder greift.

Der Zeitpunkt des letzten Laufs steht in settings.last_scan_at. Das ist kein Luxus, sondern nach zwei beobachteten Fehlern nötig:

Erster Fehler: Der Versatz war über einen vorgealterten lastRunTime gebaut. Ein Zeitstempel kann einen Lauf aber nur vorziehen, nie verzögern - bei Intervall 15 und Versatz 30 lief er sofort. Seither eine eigene Frist (notBefore).

Zweiter Fehler: Diese Frist begann bei jedem Neustart von vorn. Zwei Deployments im Abstand von zehn Minuten haben den fälligen Lauf zweimal um eine halbe Stunde verschoben - er fand nie statt. Wer öfter als alle 30 Minuten deployt, hätte einen Scanner, der nie automatisch sucht. Deshalb liegt der Zeitpunkt jetzt in der Datenbank, und der Versatz greift nur, solange dort noch nichts steht.

Der gespeicherte Zeitpunkt wird auch im Tick gelesen: ein manueller Scan aus der Oberfläche schreibt ihn, weiß aber nichts von der Variablen im Scheduler. Ohne den Abgleich könnte der Scheduler direkt hinter einem manuellen Lauf noch einmal losziehen.

Ein Lauf zur Zeit

Zwei Aufrufer können die Pipeline starten: der Cron-Tick und der Knopf "Jetzt scannen" (POST /api/scanner/scan). Keiner von beiden weiß vom anderen, und der Tick prüft nur die verstrichene Zeit - nicht, ob der vorige Lauf noch arbeitet. Ein voller Lauf dauert länger als das Intervall (43 Suchbegriffe über mehrere Börsen), also überholen sich die Läufe und stapeln sich auf.

Deshalb hält pipeline.js ein Modul-Flag. Beide Aufrufer teilen es, weil beide dasselbe Modul importieren:

let pipelineRunning = false;
let pipelineStartedAtMs = null;
const PIPELINE_MAX_RUNTIME_MS = 60 * 60 * 1000;

export const runMatchingPipeline = async () => {
  if (pipelineRunning) { /* ... überspringen ... */ }
  pipelineRunning = true;
  pipelineStartedAtMs = Date.now();
  try {
    return await executePipeline();
  } finally {
    pipelineRunning = false;   // zwingend im finally
    pipelineStartedAtMs = null;
  }
};

Das finally ist der wichtigste Teil. Würde das Flag am Ende des try-Blocks zurückgesetzt, bliebe es nach einer Ausnahme für immer true - der Scanner würde bis zum nächsten Neustart des Dienstes nie wieder suchen. Das wäre schlimmer als die Überlappung, gegen die die Sperre da ist.

Die Route fragt zusätzlich isPipelineRunning() ab und antwortet mit 409, statt einen Start zu melden, den die Sperre gleich darauf verwirft.

Warum das nötig ist - der Vorfall vom 26.08.2026. Die alte App (scanner.perinco.de) hatte diese Sperre nicht. Gemessen an diesem Tag: fünf Pipeline-Starts in 16 Minuten, zwei davon zehn Sekunden auseinander. Jeder Lauf startet eigene Chromium-Instanzen, jede mit rund fünf Unterprozessen - in Summe 31 chrome-headless-shell-Prozesse und 1,62 GB RSS im Dienst, nach 2 Monaten 23 Tagen ohne Neustart. Auf einer Box mit 4 Kernen und 7,7 GiB RAM ergab das Load Average 126, 168 MB freien Speicher und einen zu 100 % gefüllten Swap. Die Maschine war im Thrashing und nahe am OOM-Killer; selbst systemctl und SSH brauchten Minuten. Ein Neustart brachte Load 0,87 und 277 MB RSS zurück.

Wichtig für die Fehlersuche: die Chromium-Prozesse waren kein Leck. Alle Scraper schließen ihren Browser in einem finally. Die 31 Prozesse waren schlicht fünf gleichzeitige Läufe mal mehrere Börsen - die Sperre allein behebt das.

Die Sperre schützt gegen Überholen, nicht gegen einen Lauf, der gar nicht zurückkommt. Hängt ein Browser oder steht eine Verbindung, läuft das finally nie. Dagegen das Notventil PIPELINE_MAX_RUNTIME_MS: läuft die Sperre länger als eine Stunde, gibt der nächste Aufruf sie frei und startet neu. So erholt sich der Scanner selbst, statt auf ein Deployment zu warten.

Rückbau der alten App - 09.09.2026

Der Scanner lief seit dem Rollout am 06.08.2026 parallel zur eigenständigen Vorgänger-App unter scanner.perinco.de. Diese ist am 09.09.2026 vollständig zurückgebaut. Verschwunden sind:

Weg War
Unit project-scanner-backend Express auf 0.0.0.0:5005
Vhosts scanner.perinco.de(.conf/-le-ssl.conf) eigener Apache-Vhost, Basic Auth
Zertifikat scanner.perinco.de eigenes Let's-Encrypt-Zert samt Renewal-Config
/var/www/Projekt Scanner 486 MB Code, node_modules, 19 CV-PDFs
Datenbank project_scanner 16,2 MB; Dump liegt unter /root/backups/project_scanner_20260909-173447.sql.gz
LEGACY_* in server/.env Quelle des Importskripts
server/src/scanner/importLegacy.js npm run scanner:import

Was bewusst stehen geblieben ist: /root/.cache/ms-playwright (641 MB, Build chromium-1223). Der Cache stammt aus der Installation der alten App, aber PLAYWRIGHT_BROWSERS_PATH ist nirgends gesetzt - beide Apps haben ihn benutzt, und playwright ist im CRM auf exakt 1.60.0 gepinnt, damit es genau dieser Build bleibt. Wer den Cache mit dem alten Verzeichnis löscht, nimmt dem CRM-Scanner den Browser. Der Ordner /var/www/Projekt Scanner/backend/.playwright war dagegen toter Ballast einer Installation mit gesetztem PLAYWRIGHT_BROWSERS_PATH und ist mit dem Verzeichnis mitgegangen.

Was der Rückbau ändert:

  • Kosten: Beide Instanzen haben dieselben Projekte unabhängig voneinander bewertet, die OpenAI-Kosten fielen doppelt an. Faktisch war das schon am 09.09.2026 um 08:49 vorbei - da wurde scanning_active in der alten Oberfläche auf false gesetzt, letzter Lauf dort 09:02.
  • Portal-Sessions: Beide Instanzen benutzten dieselben Cookies der Projektbörsen. Der Grund für SCANNER_SCHEDULER_OFFSET fällt damit weg, der Wert steht jetzt auf 0. Rate-Limits und CAPTCHAs durch zwei gleichzeitig scrapende Chromium-Sätze sind Geschichte.
  • Speicher: rund 200 MB RSS und ein zweiter Playwright-Satz weniger auf einer Box mit 7,7 GiB.
  • Daten: Nicht übernommen wurden 13380 Treffer, die es nur in der alten Datenbank gab, darunter 92 als reviewed und 5 als applied markierte. Ein nachträglicher Import war nicht sinnvoll: das Importskript vergibt die Original-Ids und wäre mit den vorhandenen Ids in perinco_scanner kollidiert. Der Bestand war ohnehin flüchtig - der Aufräumjob hält nur die jüngsten Tage. Wer doch etwas sucht, greift auf den Dump zurück.

Die Domain scanner.perinco.de zeigt weiter auf den Server, hat aber keinen eigenen Vhost mehr: HTTP landet beim ersten aktivierten Vhost, HTTPS gibt eine Zertifikatswarnung. Der DNS-Eintrag muss beim Anbieter gelöscht werden.

Oberfläche

Reiter Datei Inhalt
Dashboard ScannerDashboard.tsx Kennzahlen, Filter, Trefferliste, Jetzt scannen, Ton bei neuen Treffern
Unpassend ScannerRejected.tsx Treffer mit Status rejected
Suchagenten ScannerAgents.tsx Beraterprofile, CV-Upload
Börsen-Konten ScannerPortals.tsx Verbindungsstatus, Zugangsdaten, Cookie-Import
Einstellungen settings/ScannerSettings.tsx Intervall, Schwellenwerte, OpenAI, Ton, E-Mail

Wichtig zum Ton: Er hängt an der Dashboard-Komponente. Wer auf einen anderen Menüpunkt wechselt, hört nichts - die Komponente wird ausgebaut und die 30-Sekunden-Abfrage endet. In einem anderen Browsertab bleibt der Ton dagegen aktiv, nur langsamer (Chrome bremst Timer versteckter Tabs auf etwa einmal pro Minute) und nur, wenn zuvor irgendwo auf der Seite geklickt wurde (Autoplay-Regel). Browserunabhängig meldet nur die E-Mail.

Endpunkte

Alle unter /api/scanner, alle hinter requireAuth:

Methode Pfad Zweck
GET /agents Liste ohne cvText (Nutzlast)
POST/PUT /agents[/:id] anlegen/ändern, multipart mit CV
DELETE /agents/:id Agent samt CV-Datei
GET /agents/:id/cv PDF als Stream
GET /portals Status ohne Geheimnisse
POST /portals/credentials Zugangsdaten, AES-verschlüsselt
POST /portals/sync-session Cookie-Import, normalisiert für Playwright
POST /portals/test-connection/:id Mini-Scrape bzw. Session-Prüfung
GET /matches Filter: status, agentId, minPercentage, limit
PUT/DELETE /matches/:id Status setzen, löschen
GET/POST /settings Geheimnisse maskiert
POST /scan Lauf starten, 409 wenn schon einer läuft
GET /status läuft ein Lauf, Scheduler an, Datenbankname