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perinco-CRM/docs/05-frontend.md
T
Sascha WolfandClaude Opus 5 0a2cf52e8a feat(kontakte): Zustaendigkeit, LinkedIn-Foto, Netzwerkauswahl
Drei Verbesserungen an den Kontakten:

* Beim Anlegen ist der angemeldete Benutzer voreingestellt zustaendig.
  Bisher stand dort der erste Benutzer der Liste - fast immer falsch.
* Wird eine LinkedIn-Adresse hinterlegt, holt das CRM das oeffentliche
  Profilfoto und setzt es als Kontaktfoto: beim Verlassen des Feldes
  einmal je Adresse, solange kein Foto gesetzt ist, und auf Klick ueber
  den Knopf daneben. Der Abruf laeuft ueber das Backend
  (server/src/linkedinPhoto.js, POST /api/leads/linkedin-photo), weil
  ihn die Same-Origin-Policy im Browser verhindert. Gelesen wird die
  Open-Graph-Vorschau der Profilseite; Herkunft, Groesse und Antwortzeit
  des Bildes werden geprueft, Platzhalter-Silhouetten abgewiesen.
  Schlaegt der Abruf fehl, steht der Grund unter dem Feld.
* In der Netzwerkansicht hebt ein Klick auf freie Flaeche die Auswahl
  auf - das Diagramm sieht danach aus wie beim Wechsel in die Ansicht.
  Ein Ziehen des Hintergrunds (ab 4 px) laesst die Auswahl stehen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-09 23:25:37 +02:00

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# 05 Frontend
Eine einzige React-Anwendung ohne Router: `App.tsx` hält die aktuelle Ansicht in
einem Zustand und rendert sie. Das genügt, weil die App hinter einer Anmeldung
sitzt und keine tiefen Links braucht.
## Menü und Ansichten
```mermaid
flowchart TD
SB["Seitenleiste"] --> K["Kategorien"]
K --> D["Dashboard<br/>(Startansicht, auch über das Logo)"]
K --> AQ["Akquise"]
AQ --> AQ1["Eingang<br/>Funde der letzten 14 Tage"]
AQ --> AQ2["Archiv<br/>älter; nach 90 Tagen gelöscht"]
AQ --> AQ3["Papierkorb<br/>von Hand gelöscht; 90 Tage"]
AQ2 -. "Zurück in den Eingang<br/>(Funddatum = heute)" .-> AQ1
AQ3 -. "Wiederherstellen<br/>(Funddatum bleibt)" .-> AQ2
K --> O["Opportunities"]
K --> C["Interviews"]
K --> L["Kontakte"]
L --> L1["Alle Kontakte"]
L --> L2["Aus Mails<br/>Vorbereich, Zähler im Menü"]
K --> M["Mails"]
M --> M1["Postfach<br/>Reiter: Postfach, Kontakt-Vorschläge"]
M --> M2["Papierkorb<br/>im CRM gelöschte Mails"]
K --> SC["Scanner"]
SC --> SC1["Dashboard"]
SC --> SC2["Unpassend"]
SC --> SC3["Suchagenten"]
SC --> SC4["Börsen-Konten"]
SB --> E["Einstellungen"]
E --> E1["Nutzerverwaltung (admin)"]
E --> E2["Mein Konto"]
E --> E3["Postfach (admin)"]
E --> E4["Scanner (admin)"]
E --> E5["Whisper"]
```
*Postfach* und *Kontakt-Vorschläge* sind Reiter **innerhalb** der Ansicht
*Mails*, keine Menüpunkte - sie gehören zusammen und wechseln oft hin und her.
Die Menüpunkte *Kontakte* und *Scanner* klappen ihre Unterpunkte auf; der
Kopfeintrag ist dabei selbst eine Ansicht (Kontaktliste bzw. Scanner-Dashboard).
Bei eingeklappter Leiste (Symbolbreite) erscheinen nur die Symbole, die
Unterpunkte kommen mit den Beschriftungen zurück. Beide Gruppen entstehen aus
derselben Struktur `MenuGroup` in `Sidebar.tsx`.
*Aus Mails* trägt einen Zähler mit der Anzahl der offenen Funde - er kommt aus
`App.tsx`, das die Kontakte ohnehin geladen hat.
## Zustand und Datenfluss
```mermaid
flowchart TB
subgraph Kontexte["Kontexte in main.tsx"]
TH["ThemeProvider<br/>hell/dunkel/System"]
TO["ToastProvider"]
AU["AuthProvider<br/>JWT, Benutzer"]
WH["WhisperProvider<br/>Modell, Worker"]
end
APP["App.tsx<br/>currentView, settingsTab, focusLeadId"]
NAV["NavigationProvider<br/>goTo(view, {tab, leadId})"]
DATA["loadData()<br/>leads, connections, events, users, opportunities"]
Kontexte --> APP
APP --> NAV
APP --> DATA
DATA --> V1["Opportunities"]
NOTE["Akquise lädt selbst<br/>acquisitionsApi, nicht über loadData()"]
DATA --> V2["Interviews"]
DATA --> V3["Kontakte<br/>mail_pool = false"]
DATA --> V5["Aus Mails<br/>mail_pool = true + Kontakte zum Abgleich"]
DATA --> V4["Mails<br/>leads + opportunities für den Zuordnungsdialog"]
NAV --> DF["DictationField<br/>springt nach Whisper"]
NAV --> ML["Mails<br/>springt zum Kontakt einer Zuordnung"]
SCV["Scanner-Ansichten"] -->|"laden selbst"| API["/api/scanner"]
MV["Mailansicht"] -->|"lädt selbst"| MAPI["/api/mail"]
```
Die CRM-Daten werden **einmal zentral** geladen und als Props durchgereicht; die
Scanner- und Mailansichten laden ihre eigenen Daten selbst - der Scanner, weil er
eine andere Datenbank und eine Auffrischung im 30-Sekunden-Takt hat; die Mails,
weil sie blättern, suchen und filtern und dabei nicht die ganze Liste im Speicher
halten sollen. Kontakte und Opportunities bekommt die Mailansicht dagegen als
Props: der Zuordnungsdialog braucht sie beide zum Vorschlagen.
`/api/leads` liefert beide Bestände in einem Aufruf; `App.tsx` teilt sie in
`leads` (Kontakte) und `mailPoolLeads` (Vorbereich „Aus Mails") auf. Alle
anderen Ansichten bekommen ausschließlich `leads` - ein Fund aus einer Mail soll
in keiner Auswahlliste auftauchen. Die Ansicht *Aus Mails* braucht beides: sie
vergleicht jeden Fund gegen den Kontaktbestand und markiert Dubletten.
`goTo('Kontakte', { leadId })` ist der Sprung aus einer Mailzuordnung zum
Kontakt. `App.tsx` hält die Id in `focusLeadId`, die Kontaktansicht öffnet den
Kontakt und meldet mit `onFocusHandled()` zurück - der Effekt hängt an `leads`
und wartet damit auf einen gerade erst angelegten Kontakt.
`reload={() => loadData(true)}` lädt still nach - ohne Ladeanzeige, damit ein
Speichern im Dialog nicht die ganze Liste flackern lässt.
## Komponentenkarte
```
src/
App.tsx Layout, Datenladen, Ansichtswechsel
types.ts Gemeinsame Typen, Farbpalette, Rechenhilfen
lib/
api.ts Fetch-Wrapper (JWT, 401-Behandlung) + CRM-Endpunkte
scannerApi.ts Typisierte Endpunkte unter /api/scanner
mailApi.ts Endpunkte unter /api/mail, UTC-Datumshelfer
auth.tsx Anmeldung, Benutzer, Rolle
theme.tsx Hell/Dunkel/System
navigation.tsx Ansichtswechsel für tiefe Komponenten
whisper.tsx Modell, Worker-Lebenszyklus
dictation.tsx Aufnahme-Hook
audio.ts Aufnahme zu 16-kHz-Mono-PCM
imageCompress.ts Bilder vor dem Upload verkleinern (auch das LinkedIn-Foto)
components/
Sidebar.tsx Menü inkl. aufklappbarer Gruppen (Kontakte, Scanner)
Header.tsx Titel, Untertitel, Design-Auswahl, Hell/Dunkel-Schalter
opportunities/ Kachel, Liste, Pipeline (Drag & Drop), Formular
calendar/ Monat/Woche/Tag, Termine (Drag & Drop), @-Mentions
leads/ Kachel, Liste, Netzwerkdiagramm (d3-force),
Vorbereich "Aus Mails" mit Dublettenabgleich
mail/ Postfachliste, Detail, Zuordnung, Kontakt-Vorschläge
scanner/ Dashboard, Unpassend, Suchagenten, Börsen-Konten
settings/ Reiter: Nutzerverwaltung, Konto, Postfach, Scanner, Whisper
whisper/ Einrichtung der Spracherkennung
ui/ Modal, Avatare, Diktatfeld
```
## Themes ohne `dark:`-Varianten
Die Darstellung hat **zwei unabhängige Achsen**, beide als Klasse am `<html>`:
| Achse | Klasse | Werte |
| --- | --- | --- |
| Farbwelt | `theme-perinco`, `theme-pixel`, `theme-outdoor`, `theme-cyberpunk` | perinco ist der Standard |
| Modus | `dark` bzw. keine | hell, dunkel, oder der Systemeinstellung folgen |
`src/index.css` tauscht darin nur Variablenwerte: `canvas`, `surface`, `ink-*`,
`brand-*`, die getönten Statusfarben, dazu `--radius-*`, `--shadow-*` und die
Schriften. Die Komponenten benutzen durchgängig diese Skalen und folgen damit
automatisch - **kein `dark:` und keine themespezifische Klasse im Markup**.
```mermaid
flowchart LR
U["Benutzer wählt<br/>im Header"] --> DB["crm_users.theme<br/>crm_users.theme_mode"]
U --> LS["localStorage<br/>nur Zwischenspeicher"]
DB -->|"beim Anmelden"| H["Klassen am html<br/>theme-*, dark"]
LS -->|"vor dem ersten Frame"| H
H --> V["Variablen in index.css<br/>Farben, Radien, Schatten, Schrift"]
V --> W["Utility-Klassen der Komponenten"]
SYS["Systemeinstellung"] -.->|"ohne eigene Wahl"| H
```
Die Wahl gehört dem **Benutzer**, nicht dem Browser: sie steht in `crm_users`
und kommt mit `/api/auth/me`. Wer sich an einem anderen Rechner anmeldet, findet
sein Design wieder, und zwei Benutzer an derselben Maschine kommen sich nicht in
die Quere. Der `localStorage` bleibt daneben als Zwischenspeicher liegen, damit
das Inline-Skript in `index.html` die Klassen vor dem ersten Frame setzen kann -
sonst blitzt beim Laden das Standarddesign auf. Das hat genau eine sichtbare
Folge: melden sich zwei Leute an demselben Rechner an, sieht der zweite für einen
Augenblick das Design des ersten.
Der `ThemeProvider` steht deshalb in `main.tsx` **unter** dem `AuthProvider` -
er liest den Benutzer.
### Hintergrundbilder in Leiste und Seitenleiste
Alle Themes außer perinco legen eine Grafik hinter die obere Leiste und die
Seitenleiste: 8-bit-Himmel und Steinmauer, blauer Himmel und Wiese,
Neonröhren und regnerische Gasse. Die Dateien liegen als **SVG** in
`public/themes/` und sind von Hand gezeichnet - stilisierte Grafik statt Foto,
damit sie in jeder Auflösung scharf bleibt und wenige Kilobyte wiegt.
Zwei Anker im Markup: `app-header` an `<header>` und `app-sidebar` an `<aside>`.
Mehr braucht es nicht, den Rest machen zwei Variablen:
```css
.app-header { background-image: var(--theme-header-image, none); background-size: cover; }
.app-sidebar { background-image: var(--theme-sidebar-image, none); background-position: bottom center; }
```
Ohne Theme steht in den Variablen nichts, der Rückfall `none` greift, und
perinco bleibt einfarbig. `bg-surface` bleibt an beiden Elementen: die Farbe
liegt unter dem Bild und trägt, solange es lädt oder fehlt.
Die Variable enthält **zwei Ebenen** - einen Schleier aus der Flächenfarbe des
Themes und darunter die Grafik:
```css
--theme-header-image: linear-gradient(90deg, rgb(26 32 22 / .95) 0%, rgb(26 32 22 / .6) 55%, …),
url('/themes/outdoor-header.svg');
```
Das ist kein Umweg, sondern erledigt zwei Dinge zugleich:
1. **Eine Grafik für beide Modi.** Der dunkle Schleier des Dunkelmodus tönt
denselben blauen Himmel zur Nacht ab - es braucht keine zweite Datei.
2. **Lesbarkeit.** In der oberen Leiste liegt der Schleier an den Rändern dicht
(Titel links, Schalter rechts) und lässt die Grafik nur in der leeren Mitte
durch; in der Seitenleiste deckt er oben über den Menüpunkten und gibt nach
unten frei, wo die Leiste ohnehin leer ist.
> **Eine Lehre aus dem ersten Versuch:** Die Cyberpunk-Grafik hatte zuerst eine
> deckende Nachtfläche. Im **hellen** Modus wurde daraus unter dem weissen
> Schleier ein grauer Schmutzstreifen. Seither ist sie durchsichtig und zeigt
> nur Licht - über Dunkel leuchtet das Neon, über Weiss bleiben blasse farbige
> Linien. Wer eine Grafik ergänzt: **keine deckenden Flächen**, nur Motiv.
### Was ein neues Theme können muss
Die Rollen der Skalen sind über die ganze App gleich; ein Theme, das sie
verletzt, macht Text unlesbar. Nachgezählt im Markup:
| Skala | Rolle | Verwendungen |
| --- | --- | --- |
| `ink-50`, `ink-100` | Flächen und Hover | 102 × `bg-` |
| `ink-200` | **Rahmen** | 224 × `border-`, 1 × `bg-` |
| `ink-300`–`ink-900` | Text; `ink-400` trägt die Hinweistexte | 241 × `text-ink-400` |
| `ink-950` | nur unter Dialog-Overlays, bleibt immer dunkel | 5 × `bg-` |
| `brand-50`, `brand-100` | getönte Flächen | 70 × `bg-` |
| `brand-200`–`brand-400` | Rahmen | 76 × `border-` |
| `brand-500`, `brand-600` | gefüllte Knöpfe - **weisse Schrift darauf** | 100 × `bg-` |
| `brand-600`–`brand-800` | Text auf getönten Flächen | 108 × `text-` |
Daraus folgen zwei harte Regeln:
1. **`brand-500` und `brand-600` müssen dunkel genug für weisse Schrift sein.**
`text-white` steht 69 × im Markup, immer auf einer Markenfläche. Ein helles
Theme kann dort kein Pastell verwenden.
2. **Der helle Block eines Themes braucht `:not(.dark)`.** `html.theme-x` hat
eine Klasse mehr in der Spezifität als `.dark` und würde den Dunkelmodus
sonst überstimmen.
Was ein Theme über Farben hinaus ändern kann: Eckenradien (`--radius-*`, weil
Tailwind v4 `rounded-xl` zu `var(--radius-xl)` auflöst), Schatten (`--shadow-*`)
und die Schriften (`--font-sans` für Fliesstext, `--font-display` für
Überschriften und Feldbeschriftungen - letztere tragen dafür die Klasse
`field-label`). `rounded-full` ist die eine Ausnahme: dort schreibt Tailwind
einen festen Wert, deshalb hat Pixel Art dafür eine eigene Regel.
Drei Werte bleiben in jedem Theme und Modus gleich: `ink-950` (liegt nur unter
Dialog-Overlays), `text-white` (steht immer auf farbigen Flächen) und die 39
festen Hex-Werte für Phasenfarben, Benutzerfarben und Diagramme - die folgen
bewusst keinem Theme, weil sie Bedeutung tragen und nicht Dekoration sind.
Eine bewusste Ausnahme: der **Mailinhalt** bleibt auch im Dunkelmodus auf weissem
Grund. Fremdes Mail-HTML bringt seine eigenen Farben mit; ein dunkler Hintergrund
darunter macht schwarze Schrift auf schwarzer Fläche. Der Rahmen liest sich damit
wie ein Blatt Papier im dunklen Fenster - gewollt.