Files
perinco-CRM/docs/05-frontend.md
T
Sascha WolfandClaude Opus 5 dc701f8522 feat(ui): Hintergrundgrafiken fuer Leiste und Seitenleiste je Theme
Pixel Art, Outdoor und Cyberpunk legen jetzt eine Grafik hinter die obere
Leiste und die Seitenleiste: 8-bit-Himmel mit Wolken und Huegelkante
sowie eine Steinmauer, blauer Himmel mit Schleierwolken sowie eine Wiese,
Neonroehren im Regen sowie eine regnerische Gasse. perinco bleibt
einfarbig.

Sechs SVG in public/themes/, von Hand gezeichnet - stilisierte Grafik
statt Foto, damit sie in jeder Aufloesung scharf bleibt; zusammen 36 kB.
Die Pixel-Grafiken haben einen absichtlich winzigen viewBox (eine Einheit
= ein Bildpunkt) und shape-rendering="crispEdges", damit die Kanten beim
Hochskalieren hart bleiben; die Mauer blendet nach oben stufenweise aus
und nicht mit einem Verlauf - Pixelgrafik kennt keine Zwischentoene.

Im Markup nur zwei Anker: app-header und app-sidebar. Den Rest machen
zwei Variablen mit Rueckfall auf none, weshalb perinco unberuehrt bleibt.

Die Variable enthaelt zwei Ebenen: einen Schleier aus der Flaechenfarbe
des Themes und darunter die Grafik. Das erledigt zwei Dinge zugleich -
derselbe blaue Himmel wird im Dunkelmodus zur Nacht (keine zweite Datei
noetig), und die Schrift bleibt lesbar, weil der Schleier in der Leiste an
den Raendern dicht liegt und in der Seitenleiste oben ueber den
Menuepunkten.

Aus dem ersten Versuch gelernt: die Cyberpunk-Grafik hatte eine deckende
Nachtflaeche. Im hellen Modus wurde daraus unter dem weissen Schleier ein
grauer Schmutzstreifen. Sie ist jetzt durchsichtig und zeigt nur Licht -
ueber Dunkel leuchtet das Neon, ueber Weiss bleiben blasse farbige
Linien. Ebenso zurueckgenommen wurde der Schleier ueber der Steinmauer:
"Einstellungen" und der Benutzername stehen darauf.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-09 15:08:17 +02:00

12 KiB
Raw Blame History

05 Frontend

Eine einzige React-Anwendung ohne Router: App.tsx hält die aktuelle Ansicht in einem Zustand und rendert sie. Das genügt, weil die App hinter einer Anmeldung sitzt und keine tiefen Links braucht.

Menü und Ansichten

flowchart TD
    SB["Seitenleiste"] --> K["Kategorien"]
    K --> D["Dashboard<br/>(Startansicht, auch über das Logo)"]
    K --> AQ["Akquise"]
    AQ --> AQ1["Eingang<br/>Funde der letzten 14 Tage"]
    AQ --> AQ2["Archiv<br/>älter; nach 90 Tagen gelöscht"]
    AQ --> AQ3["Papierkorb<br/>von Hand gelöscht; 90 Tage"]
    AQ2 -. "Zurück in den Eingang<br/>(Funddatum = heute)" .-> AQ1
    AQ3 -. "Wiederherstellen<br/>(Funddatum bleibt)" .-> AQ2
    K --> O["Opportunities"]
    K --> C["Interviews"]
    K --> L["Kontakte"]
    L --> L1["Alle Kontakte"]
    L --> L2["Aus Mails<br/>Vorbereich, Zähler im Menü"]
    K --> M["Mails"]
    M --> M1["Postfach<br/>Reiter: Postfach, Kontakt-Vorschläge"]
    M --> M2["Papierkorb<br/>im CRM gelöschte Mails"]
    K --> SC["Scanner"]
    SC --> SC1["Dashboard"]
    SC --> SC2["Unpassend"]
    SC --> SC3["Suchagenten"]
    SC --> SC4["Börsen-Konten"]
    SB --> E["Einstellungen"]
    E --> E1["Nutzerverwaltung (admin)"]
    E --> E2["Mein Konto"]
    E --> E3["Postfach (admin)"]
    E --> E4["Scanner (admin)"]
    E --> E5["Whisper"]

Postfach und Kontakt-Vorschläge sind Reiter innerhalb der Ansicht Mails, keine Menüpunkte - sie gehören zusammen und wechseln oft hin und her.

Die Menüpunkte Kontakte und Scanner klappen ihre Unterpunkte auf; der Kopfeintrag ist dabei selbst eine Ansicht (Kontaktliste bzw. Scanner-Dashboard). Bei eingeklappter Leiste (Symbolbreite) erscheinen nur die Symbole, die Unterpunkte kommen mit den Beschriftungen zurück. Beide Gruppen entstehen aus derselben Struktur MenuGroup in Sidebar.tsx.

Aus Mails trägt einen Zähler mit der Anzahl der offenen Funde - er kommt aus App.tsx, das die Kontakte ohnehin geladen hat.

Zustand und Datenfluss

flowchart TB
    subgraph Kontexte["Kontexte in main.tsx"]
        TH["ThemeProvider<br/>hell/dunkel/System"]
        TO["ToastProvider"]
        AU["AuthProvider<br/>JWT, Benutzer"]
        WH["WhisperProvider<br/>Modell, Worker"]
    end

    APP["App.tsx<br/>currentView, settingsTab, focusLeadId"]
    NAV["NavigationProvider<br/>goTo(view, {tab, leadId})"]
    DATA["loadData()<br/>leads, connections, events, users, opportunities"]

    Kontexte --> APP
    APP --> NAV
    APP --> DATA
    DATA --> V1["Opportunities"]
    NOTE["Akquise lädt selbst<br/>acquisitionsApi, nicht über loadData()"]
    DATA --> V2["Interviews"]
    DATA --> V3["Kontakte<br/>mail_pool = false"]
    DATA --> V5["Aus Mails<br/>mail_pool = true + Kontakte zum Abgleich"]
    DATA --> V4["Mails<br/>leads + opportunities für den Zuordnungsdialog"]
    NAV --> DF["DictationField<br/>springt nach Whisper"]
    NAV --> ML["Mails<br/>springt zum Kontakt einer Zuordnung"]

    SCV["Scanner-Ansichten"] -->|"laden selbst"| API["/api/scanner"]
    MV["Mailansicht"] -->|"lädt selbst"| MAPI["/api/mail"]

Die CRM-Daten werden einmal zentral geladen und als Props durchgereicht; die Scanner- und Mailansichten laden ihre eigenen Daten selbst - der Scanner, weil er eine andere Datenbank und eine Auffrischung im 30-Sekunden-Takt hat; die Mails, weil sie blättern, suchen und filtern und dabei nicht die ganze Liste im Speicher halten sollen. Kontakte und Opportunities bekommt die Mailansicht dagegen als Props: der Zuordnungsdialog braucht sie beide zum Vorschlagen.

/api/leads liefert beide Bestände in einem Aufruf; App.tsx teilt sie in leads (Kontakte) und mailPoolLeads (Vorbereich „Aus Mails") auf. Alle anderen Ansichten bekommen ausschließlich leads - ein Fund aus einer Mail soll in keiner Auswahlliste auftauchen. Die Ansicht Aus Mails braucht beides: sie vergleicht jeden Fund gegen den Kontaktbestand und markiert Dubletten.

goTo('Kontakte', { leadId }) ist der Sprung aus einer Mailzuordnung zum Kontakt. App.tsx hält die Id in focusLeadId, die Kontaktansicht öffnet den Kontakt und meldet mit onFocusHandled() zurück - der Effekt hängt an leads und wartet damit auf einen gerade erst angelegten Kontakt.

reload={() => loadData(true)} lädt still nach - ohne Ladeanzeige, damit ein Speichern im Dialog nicht die ganze Liste flackern lässt.

Komponentenkarte

src/
  App.tsx                     Layout, Datenladen, Ansichtswechsel
  types.ts                    Gemeinsame Typen, Farbpalette, Rechenhilfen
  lib/
    api.ts                    Fetch-Wrapper (JWT, 401-Behandlung) + CRM-Endpunkte
    scannerApi.ts             Typisierte Endpunkte unter /api/scanner
    mailApi.ts                Endpunkte unter /api/mail, UTC-Datumshelfer
    auth.tsx                  Anmeldung, Benutzer, Rolle
    theme.tsx                 Hell/Dunkel/System
    navigation.tsx            Ansichtswechsel für tiefe Komponenten
    whisper.tsx               Modell, Worker-Lebenszyklus
    dictation.tsx             Aufnahme-Hook
    audio.ts                  Aufnahme zu 16-kHz-Mono-PCM
    imageCompress.ts          Bilder vor dem Upload verkleinern
  components/
    Sidebar.tsx               Menü inkl. aufklappbarer Gruppen (Kontakte, Scanner)
    Header.tsx                Titel, Untertitel, Design-Auswahl, Hell/Dunkel-Schalter
    opportunities/            Kachel, Liste, Pipeline (Drag & Drop), Formular
    calendar/                 Monat/Woche/Tag, Termine (Drag & Drop), @-Mentions
    leads/                    Kachel, Liste, Netzwerkdiagramm (d3-force),
                              Vorbereich "Aus Mails" mit Dublettenabgleich
    mail/                     Postfachliste, Detail, Zuordnung, Kontakt-Vorschläge
    scanner/                  Dashboard, Unpassend, Suchagenten, Börsen-Konten
    settings/                 Reiter: Nutzerverwaltung, Konto, Postfach, Scanner, Whisper
    whisper/                  Einrichtung der Spracherkennung
    ui/                       Modal, Avatare, Diktatfeld

Themes ohne dark:-Varianten

Die Darstellung hat zwei unabhängige Achsen, beide als Klasse am <html>:

Achse Klasse Werte
Farbwelt theme-perinco, theme-pixel, theme-outdoor, theme-cyberpunk perinco ist der Standard
Modus dark bzw. keine hell, dunkel, oder der Systemeinstellung folgen

src/index.css tauscht darin nur Variablenwerte: canvas, surface, ink-*, brand-*, die getönten Statusfarben, dazu --radius-*, --shadow-* und die Schriften. Die Komponenten benutzen durchgängig diese Skalen und folgen damit automatisch - kein dark: und keine themespezifische Klasse im Markup.

flowchart LR
    U["Benutzer wählt<br/>im Header"] --> DB["crm_users.theme<br/>crm_users.theme_mode"]
    U --> LS["localStorage<br/>nur Zwischenspeicher"]
    DB -->|"beim Anmelden"| H["Klassen am html<br/>theme-*, dark"]
    LS -->|"vor dem ersten Frame"| H
    H --> V["Variablen in index.css<br/>Farben, Radien, Schatten, Schrift"]
    V --> W["Utility-Klassen der Komponenten"]
    SYS["Systemeinstellung"] -.->|"ohne eigene Wahl"| H

Die Wahl gehört dem Benutzer, nicht dem Browser: sie steht in crm_users und kommt mit /api/auth/me. Wer sich an einem anderen Rechner anmeldet, findet sein Design wieder, und zwei Benutzer an derselben Maschine kommen sich nicht in die Quere. Der localStorage bleibt daneben als Zwischenspeicher liegen, damit das Inline-Skript in index.html die Klassen vor dem ersten Frame setzen kann - sonst blitzt beim Laden das Standarddesign auf. Das hat genau eine sichtbare Folge: melden sich zwei Leute an demselben Rechner an, sieht der zweite für einen Augenblick das Design des ersten.

Der ThemeProvider steht deshalb in main.tsx unter dem AuthProvider - er liest den Benutzer.

Hintergrundbilder in Leiste und Seitenleiste

Alle Themes außer perinco legen eine Grafik hinter die obere Leiste und die Seitenleiste: 8-bit-Himmel und Steinmauer, blauer Himmel und Wiese, Neonröhren und regnerische Gasse. Die Dateien liegen als SVG in public/themes/ und sind von Hand gezeichnet - stilisierte Grafik statt Foto, damit sie in jeder Auflösung scharf bleibt und wenige Kilobyte wiegt.

Zwei Anker im Markup: app-header an <header> und app-sidebar an <aside>. Mehr braucht es nicht, den Rest machen zwei Variablen:

.app-header  { background-image: var(--theme-header-image, none);  background-size: cover; }
.app-sidebar { background-image: var(--theme-sidebar-image, none); background-position: bottom center; }

Ohne Theme steht in den Variablen nichts, der Rückfall none greift, und perinco bleibt einfarbig. bg-surface bleibt an beiden Elementen: die Farbe liegt unter dem Bild und trägt, solange es lädt oder fehlt.

Die Variable enthält zwei Ebenen - einen Schleier aus der Flächenfarbe des Themes und darunter die Grafik:

--theme-header-image: linear-gradient(90deg, rgb(26 32 22 / .95) 0%, rgb(26 32 22 / .6) 55%, …),
  url('/themes/outdoor-header.svg');

Das ist kein Umweg, sondern erledigt zwei Dinge zugleich:

  1. Eine Grafik für beide Modi. Der dunkle Schleier des Dunkelmodus tönt denselben blauen Himmel zur Nacht ab - es braucht keine zweite Datei.
  2. Lesbarkeit. In der oberen Leiste liegt der Schleier an den Rändern dicht (Titel links, Schalter rechts) und lässt die Grafik nur in der leeren Mitte durch; in der Seitenleiste deckt er oben über den Menüpunkten und gibt nach unten frei, wo die Leiste ohnehin leer ist.

Eine Lehre aus dem ersten Versuch: Die Cyberpunk-Grafik hatte zuerst eine deckende Nachtfläche. Im hellen Modus wurde daraus unter dem weissen Schleier ein grauer Schmutzstreifen. Seither ist sie durchsichtig und zeigt nur Licht - über Dunkel leuchtet das Neon, über Weiss bleiben blasse farbige Linien. Wer eine Grafik ergänzt: keine deckenden Flächen, nur Motiv.

Was ein neues Theme können muss

Die Rollen der Skalen sind über die ganze App gleich; ein Theme, das sie verletzt, macht Text unlesbar. Nachgezählt im Markup:

Skala Rolle Verwendungen
ink-50, ink-100 Flächen und Hover 102 × bg-
ink-200 Rahmen 224 × border-, 1 × bg-
ink-300–ink-900 Text; ink-400 trägt die Hinweistexte 241 × text-ink-400
ink-950 nur unter Dialog-Overlays, bleibt immer dunkel 5 × bg-
brand-50, brand-100 getönte Flächen 70 × bg-
brand-200–brand-400 Rahmen 76 × border-
brand-500, brand-600 gefüllte Knöpfe - weisse Schrift darauf 100 × bg-
brand-600–brand-800 Text auf getönten Flächen 108 × text-

Daraus folgen zwei harte Regeln:

  1. brand-500 und brand-600 müssen dunkel genug für weisse Schrift sein. text-white steht 69 × im Markup, immer auf einer Markenfläche. Ein helles Theme kann dort kein Pastell verwenden.
  2. Der helle Block eines Themes braucht :not(.dark). html.theme-x hat eine Klasse mehr in der Spezifität als .dark und würde den Dunkelmodus sonst überstimmen.

Was ein Theme über Farben hinaus ändern kann: Eckenradien (--radius-*, weil Tailwind v4 rounded-xl zu var(--radius-xl) auflöst), Schatten (--shadow-*) und die Schriften (--font-sans für Fliesstext, --font-display für Überschriften und Feldbeschriftungen - letztere tragen dafür die Klasse field-label). rounded-full ist die eine Ausnahme: dort schreibt Tailwind einen festen Wert, deshalb hat Pixel Art dafür eine eigene Regel.

Drei Werte bleiben in jedem Theme und Modus gleich: ink-950 (liegt nur unter Dialog-Overlays), text-white (steht immer auf farbigen Flächen) und die 39 festen Hex-Werte für Phasenfarben, Benutzerfarben und Diagramme - die folgen bewusst keinem Theme, weil sie Bedeutung tragen und nicht Dekoration sind.

Eine bewusste Ausnahme: der Mailinhalt bleibt auch im Dunkelmodus auf weissem Grund. Fremdes Mail-HTML bringt seine eigenen Farben mit; ein dunkler Hintergrund darunter macht schwarze Schrift auf schwarzer Fläche. Der Rahmen liest sich damit wie ein Blatt Papier im dunklen Fenster - gewollt.